von Erika Luckner, Mitglied im Siedlerbund Ansbach-Elpersdorf

Oh Wanderlust, oh edle Lust, zu dir wir immer steh’n.

Es sehnt und drängt in unsrer Brust, treibt uns zu Bergeshöh’n.

Wenn’s Morgenlicht mit Malerkunst, den Himmel zaubert bunt,

das Tal noch träumt im weißen Dunst, ja dann ist unsre Stund.

Die Augen auf, die Herzen weit, geh’n wir durch Wald und Flur,

es schenkt uns Freude allezeit die Schönheit der Natur.

Und du und ich und ich und du, ja keiner ist allein,

denn echte Freundschaft wächst uns zu in unserem Verein.

Wir wundern, der 1. Mai ist gekommen

Groß und Klein, Alt und Jung wird mitgenommen.

Im Wald bei der Blockhütte ist unser Ziel erreicht.

Der Weg war nicht schwer, eigentlich leicht.

Jetzt dieser Duft in der Luft vom Grillen,

die Eingezwickte soll gleich den Hunger stillen.

Von unseren fleißigen Helfern hier

gibt’s gleich Kaffee, Saft und Bier.

Und die spendierten Kuchen und Küchle die uns munden,

versüßen uns die frohen Maienstunden.

Im Wald unter Fichten, Tannen, Eichen und Buchen

dürfen die Kinder nach den versteckten Schokoladenkäfern suchen.

Der Heimweg wird nun bald angestrebt,

nach allem Schönen es langsam geht.

Sanft wiegt des Abends stille Ruh das Land in Schweigsamkeit.

Wir wandern unserer Heimat zu, im Herzen Zufriedenheit.

Daheim dann wieder angekommen,

wird noch ein guter Tropfen eingenommen.

Gott Bachus reicht uns seine Hand, macht Herz und Zunge frei,

und weiter geht’s durchs Heimatland getreu der Wanderei.

Viel Kleinod ward uns aufgestellt, dies Kleinod ist auch Dein.

Wer’s Glück will finden auf der Welt, der muss ein Wandrer sein.

Wanderlust

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