Plastik ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Verpackungsfolien, Tüten, Getränkeflaschen und technische Formteile aus Plastik sind leicht und beständig gegen Wasser und Zersetzung. Genau diese Eigenschaften werden im Gebrauch geschätzt. Bei Plastikabfällen kehrt sich genau dieser Vorteil ins Gegenteil und wird zum Problem. Obwohl wir jahrzehntelang unseren Müll sortiert und Kunststoff von Bio- und Restmüll getrennt haben, erreichen uns seit einigen Jahren zunehmend regelrechte Horrormeldungen über die Vermüllung unserer Meere mit Plastik. Aber auch auf unseren heimischen Feldern und Äckern ist Plastik inzwischen zu einem Ärgernis geworden. Darunter leiden nicht nur Fische und Vögel, die mit vollem Magen verhungern, wenn sie zuviel Plastik essen. Als Muschel oder Fisch kann der Kunststoff sogar auf unseren Tellern landen. Auch vor den gesundheitlichen Folgen von Giften in Kunststoffen wird an vielen Stellen gewarnt. Gerade Eltern von Neugeborenen und kleinen Kindern sollten genau hinsehen, ob der Nachwuchs mit Weichmachern und anderen Zusatzstoffen in Kontakt kommt. In den Medien kaum wahrgenommen werden die radikalen Folgen für die Menschen und die Natur, die durch den exorbitant steigenden Plastikverbrauch notwendige Erdölgewinnung entstehen.

Im Folgenden haben wir einige Informationen zu gesundheitlichen Risiken und den Folgen des Plastikkonsums auf die Umwelt für Sie zusammengestellt:

Verbraucherzentrale:

Über die gesundheitlichen Risiken von Plastik finden Sie Informationen bei der Verbraucherzentrale.

Anfrage nach Giftstoffen beim Händler oder Hersteller

Wer erfahren möchte, ob in einem bereits gekauften oder für den baldigen Kauf vorgesehenen Produkt besonders besorgniserregende Stoffe enthalten sind, kann eine Anfrage an den Hersteller richten. Dieser muss innerhalb von 45 Tagen Auskunft geben, wenn das Produkt mehr als 1 Gramm pro Kilogramm (0,1 Prozent) des Schadstoffes aufweist. Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs gilt die 0,1 Prozent-Grenze Produkten, die aus vielen Teilen bestehen, auch für die einzelnen Komponenten. Der Hersteller muss also angeben, wenn die Fahrradgriffe mehr als 0,1 Prozent bestimmter Weichmacher enthalten. Er kann sich nicht damit herausreden, dass bezogen auf das ganze Fahrrad der Grenzwert nicht überschritten wird. Diese Pflicht, Anfragen zu beantworten, besteht auch für Bisphenol A. und für einige gesundheitsgefährdende Flammschutzmittel, die in Kunststoffen eingesetzt werden.Anfragen können Verbraucher einfach mit der Scan4Chem-App des Umweltbundesamtes stellen oder mit folgendem Musterbrief des Umweltbundesamts.

Plastikatlas

Der BUND hat gemeinsam mit der Heinrich-Böll-Stiftung einen Plastikatlas herausgegeben. Dort erfahren Sie umfassend, die gesundheitlichen Risiken und die Belastung für die Umwelt. Zudem gibt es dort Hinweise, wie wir auf Plastik verzichten können.

„Bioplastik“

Immer mehr Hersteller setzen auf Bioplastik und suggerieren damit, dass es sich um ein umweltfreundliches Pro-dukt handelt. Angeblich soll Biokunststoff den Klimawandel bremsen und zu weniger Müll in der Umwelt führen. Aber stimmt das und ist Bioplastik wirklich so umweltfreundlich, wie es heißt? Dazu äußert sich die Deutsche Umwelthilfe in dem Papier „Bioplastik – Mythen und Fakten“

Globale Folgen

Welche Folgen für die Menschen und die Natur, die durch den exorbitant steigenden Plastikverbrauch notwendige Erdölgewinnung entstehen hat die Plattform Klimasolidarität auf ihrer Webseite aufgezeigt.

Plastikvermeidung

Das Bundesumweltministerium zeigt in seinem Projekt „weniger ist mehr“ auf, wie überflüssiges Plastik reduziert werden kann.

 

Das Problem Plastik
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